Grundschule Sprakel
 

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Die Entwicklung des Schulwesens in Sprakel


Am 15. Oktober 1882 wurde die Schule Sprakel als Privatschule ins Leben gerufen. Schon zwei Jahre vorher hatten sich Eltern zusammengefunden, um eine Schule zu gründen. Die Kinder mussten nämlich bis dahin - je nach Wohnlage - nach Gimbte, Gelmer oder Kinderhaus zur Schule. Zu weite und im Winter oft unpassierbare Wege ließen den Gedanken an einen Schulbau in Sprakel reifen. Da dies aber die Regierung in Münster ablehnte, griff man zur Selbsthilfe.

Für die Bevölkerung in Sandrup, Sprakel und Coerde richtete man 1882 in der Gaststätte "Zum Sandruper Baum" aus eigenen Mitteln und ohne Zutun der Regierung eine Schulklasse ein. Die 18jährige, gerade aus dem Seminar entlassene Lehrerin Anna Schräder unterrichtete mit Genehmigung der Königlichen Regierung die ersten 32 Schüler im großen Saal der Gaststätte Piepenhorst. Sie war eine Verwandte des Hauptinteressenten Bernhard Ontrup und erhielt zunächst freie Kost und Wohnung. Besoldet wurde sie von der Gemeinde mit monatlich RM 62,50. Frau Schräder blieb an der Schule bis zum Spätherbst 1886.

Der Gutsbesitzer Ontrup ließ nicht nach in seinen Bemühen und scheute keinen Gang in "Richtung Schule". Von ihm wurde ein Grundstück in Sprakel, unmittelbar an der Sandrup-Sprakeler Grenze unter der Bedingung abgetreten, dass die neue Schule den Namen "Sandruper Schule" erhielt. Die Schule wurde 1884 gebaut und bestand zunächst aus einem Klassenraum und der Lehrerwohnung. Da die Schülerzahl rasch zunahm (1886: 75, 1888: 90), wurden im Jahr 1912 ein 2. Klassenraum und eine weitere Wohnung eingerichtet. Als die Schülerzahl im Schuljahr 1927/28 auf 138 anstieg, wurde für die beiden unteren Jahrgänge eine 3. Klasse geschaffen. Der 27. Januar 1929 war für die Sandruper Schule und für die Bewohner des ganzen Schulbezirks ein besonderer Tag. Man feierte mit Genehmigung des Bischofs Poggenburg in diesem Schulgebäude zum ersten Mal eine heilige Messe. Fortan wurde hier bis zum 23. Oktober 1934 (Einweihung der Sprakeler Kirche) jeden Sonntag Gottesdienst gefeiert.

Da die Schülerzahl weiterhin stieg (1935: 183), wurde der Bau einer neuen Schule notwendig. Diese neue Schule, die heutige "alte Schule", wurde am 3. Oktober 1935 in Sprakel feierlich eingeweiht und dem Schulverband St. Mauritz übergeben. Hier wurden zukünftig die Kinder der Klassen 1-4 unterrichtet, die der Klassen 5-8 weiterhin in der Sandruper Schule. Als die Bevölkerungszahl und damit auch die Schülerzahl durch die Besiedlung Sprakels weiter wuchs, wurde ein weiterer Schulneubau mit 5 Klassen- und Verwaltungsräumen, einer Turnhalle und einer Hausmeisterwohnung nötig. Diese "neue Schule" wurde am 13. Dezember 1961 fertiggestellt und 1966 noch einmal um vier Klassenräume erweitert. Mit Beginn des Schuljahres 1969/70 wurde durch die Schulreform NRW aus der "Katholischen Volksschule Sprakel" die "Katholische Grundschule Sprakel", welche die Klassen 1-4 umfasst.

Heute werden an der Grundschule Sprakel über 120 Kinder in sieben Klassen unterrichtet.

















                               Die heutige „alte Schule“ vom 3. Oktober 1935